Wie beiläufig gelingt es Autor Malte Korff in dieser Biographie über den berühmten Komponisten einen ganz neuen Zugang zur Musik Tschaikowskys zu vermitteln. Werk und Leben verbinden sich dabei zu einer schlüssigen Gesamtkomposition.  

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Pjotr Iljitsch Tschaikowski (Foto: Wikipedia)

Dass Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893) sehr musikalisch war, das stellte sich schon in früher Jugend heraus. Aus seiner Begabung jedoch einen Beruf zu machen, war für ihn zunächst nicht vorgesehen. Der Beruf des Musikers galt nicht als seriös. Tschaikowsky sollte die Juristenschule besuchen und in den Staatsdienst gehen. Er wurde Beamter, verdiente gut und konnte die Freuden des Lebens auskosten. Aber glücklich machte es ihn nicht. So begann er nebenbei am neu gegründeten Konservatorium in St. Petersburg Kompositions- und Musikunterricht zu nehmen. 1863 gab er schließlich die sichere Anstellung auf, um sich ganz der Musik zu widmen. »Nun hat er die Jurisprudenz mit dem Dudelsack vertauscht«, kommentierte entrüstet sein Onkel diese Entscheidung.

Auch der berühmte Anton Rubinstein, Tschaikowskys damaliger Lehrer, konnte es sich zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen, dass aus dem jungen Mann einer der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit werden würde. Doch Tschaikowsky galt schon vor seinem Tod als der bedeutendste russische Komponist, und das ist bis heute so. Von den Klassikfreunden werden seine Werke geliebt. Das Leben des Komponisten war von einigen Krisen geprägt. Er war homosexuell, führte eine unglückliche Ehe. Über den Umständen seines Todes liegt nach wie vor ein Geheimnis.

dtv
ISBN: 978-3-423-28045-7
Hardcover: 19,90 Euro